Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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GIZ-Büro Guatemala
Landesdirektor/in Dr. Bernhard Dohle Standort 5a Avenida 15-11, Zona 10 Guatemala Postanschrift GIZ-Büro Guatemala Apartado Postal 2943 01901 Guatemala, C.A. Tel.: +502 2367-5496 Fax: +502 2363-5908 E-Mail: giz-guatemala@giz.de |
Guatemala
Seit 1978 arbeitet die GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Guatemala. Die Friedensverträge von 1996 beendeten den 36 Jahre andauernden Bürgerkrieg in Guatemala. Umfassende politische, soziale und wirtschaftliche Reformen wurden darin vereinbart, die unter Berücksichtigung der Rechte der indigenen Bevölkerung umgesetzt werden sollten. Die Umsetzungsprozesse kommen jedoch nur langsam voran. Der guatemaltekische Staat ist heute stark geprägt von Menschenrechtsverletzungen, hoher Gewaltbereitschaft, Straflosigkeit, Selbstjustiz, unzureichender Fokussierung und Transparenz öffentlicher Ausgaben, einer sehr niedrigen Steuerquote, zentralistischen Entscheidungsstrukturen, Korruption und dem hohen politischen Druck von Interessengruppen.
Zahlreiche Konflikte prägen die guatemaltekische Gesellschaft: Zwischen Landbesitzern und Landlosen, zwischen organisierter Kriminalität und städtischer Bevölkerung, zwischen Indigenen und Ladinos, etc. Die Indigenen machen etwa die Hälfte der Bevölkerung aus. Analphabetenrate, Geburtenrate und Kindersterblichkeit sind bei ihnen erheblich höher als bei den Ladinos, die die wirtschaftlich und kulturell dominierende Schicht bilden. Kristallisationspunkt für Konflikte und Auseinandersetzungen ist die ungleiche Verteilung von Einkommen und Besitz. Das stabile makroökonomische Wachstum der letzten Jahre hat die Lebenssituation der armen Bevölkerung nicht verbessert. Nach wie vor lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Armut, mehr als ein Fünftel in extremer Armut. Wenig mehr als vier Prozent der Reichsten erzielen ebenso viel Einkommen wie die restliche Bevölkerung. Unter Armut, eine der größten Barrieren für Chancengleichheit, leidet besonders die indigene Bevölkerung im ländlichen Raum. Den Anforderungen einer multiethnischen Gesellschaft versucht man seit dem Friedensabkommen von 1996 unter anderem mit erhöhten Ausgaben für Bildung und der Förderung von zweisprachiger Erziehung besser zu entsprechen. Rückständigkeit und Probleme des guatemaltekischen Bildungswesens zeigen sich in einer Analphabetenrate von dreißig Prozent sowie in regionalen und ethnischen Disparitäten. Auf dem Land unter der indigenen Bevölkerung sind die Bildungschancen sehr gering. Die Analphabetenrate bei Frauen ist erheblich höher als bei Männern.
Der Amtsantritt der Regierung Alvaro Colom im Januar 2008 war mit großen Hoffnungen verbunden. Das Regierungsprogramm versprach die Bekämpfung von Armut, organisierter Kriminalität und Rassismus gegen die indigene Bevölkerung sowie die Einführung einer neuen Sozialpolitik. Mittlerweile, nach zwei Jahren Regierung Colom, steht die Lösung der großen Probleme weiterhin aus. Die Arbeit der GTZ konzentriert sich nach Abstimmung zwischen der deutschen und guatemaltekischen Regierung auf die Schwerpunkte:
Sie bewegt sich dabei an der Schnittstelle zwischen öffentlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft. |
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