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Wasserversorgung in den Palästinensischen Gebieten - Der Rotary Club Deutschland zu Besuch beim GTZ Wasser Programm

29 Mitglieder des Rotary Clubs Deutschland besuchten am 4. November 2010 die Palästinensischen Gebiete und das von der GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführte Wasserprogramm. Ziel des Besuchs war es, einen Einblick in die Wasserproblematik und Lebenssituation der Palästinenser zu bekommen.   Mitarbeiter des Wasserprogramms begleiteten die Besuchergruppe zu den „Ein Samia Brunnenfeldern“ nordöstlich von Ramallah. Hier hat die GTZ in den 90er Jahren Brunnen gebohrt,  die heute bis zu 20% des Trinkwasserbedarfs der Bewohner Ramallahs decken.
 
Bassam Sawalhy, Mitarbeiter der Jerusalem Water Undertaking (JWU), nahm die Besuchergruppe an Brunnen Nummer 6 in Empfang. Die JWU, eine gemeinnützige Zivilorganisation verantwortlich für die Erschließung neuer Wasserressourcen und die Bereitstellung von Trinkwasser für die Bevölkerung, ist langjähriger Projektpartner der GTZ im Bereich der Brunnenbohrung und Abwasserentsorgung. In der Diskussion informierte Herr Sawalhy die Besucher über die allgemeine Entwicklung der Wasserversorgung in den Palästinensischen Gebieten und über die spezifischen Probleme seit den Oslo-Verträgen und während der Intifada. Die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit habe während der gesamten Zeit einen entscheidenden Beitrag  geleistet und die Lebenssituation der palästinensischen Bevölkerung  spürbar verbessert, so Sawalhy. Demnach versorgen sowohl neue als auch sanierte Brunnen etwa 120.000 Menschen im Westjordanland mit Trinkwasser, während effizientere und verbesserte Leistungen der palästinensischen Wasserversorger sowie Abwasserdienstleistungen heute fast 30% der Bevölkerung erreichen.

Einen Einblick in die palästinensische Kultur gab es bei einem traditionellen Mittagessen - „Zarb“ wird im Erdofen auf heißen Steinen gegart. Persönliche Gespräche mit den Mitarbeiter/innen der GTZ sowie den palästinensischen Partnern rundeten den Tag ab.

Die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist seit den späten achtziger Jahren im Wassersektor in der Region tätig. Im Rahmen der technischen und finanziellen Zusammenarbeit wurden bis heute Maßnahmen im Wert von über 200 Millionen Euro zugesagt. Mittels dieser Förderung konnten, auch unter den schwierigen Bedingungen des vorherrschenden Konflikts, sowohl der Zugang zum Trinkwasser als auch dessen Qualität deutlich verbessert werden. Zudem unterstützt und berät die GTZ lokale Wasseranbieter und Abwasserentsorger, um sichere und bezahlbare Dienstleistungen für die palästinensische Bevölkerung anbieten zu können. Weitere wichtige Felder der Deutschen Technischen Zusammenarbeit sind die Ausbildung lokaler Wasserfachkräfte sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung im verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser.

Der Rotary Club, der sich die Unterstützung Hilfsbedürftiger zur Aufgabe macht und  für Völkerverständigung sowie den Frieden in der Welt eintritt, engagiert sich auf internationalem Gebiet insbesondere auch für die sichere Trinkwasserversorgung von Gemeinden in Entwicklungsländern und hat Multiplikator-Funktion.

Mitglieder des Rotary Clubs Deutschland mit Mitarbeitern und Partnern des GTZ-Wasser-Programms zu Besuch bei den „Ein Samia Brunnenfeldern“  in der Nähe von Ramallah

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