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Fax: +504 238 3219
E-Mail: monika.grossmann@giz.de

Programm Förderung nachhaltiger Ressourcennutzung und lokale wirtschaftliche Entwicklung

Programmkurzbeschreibung

Bezeichnung: Programm Förderung nachhaltiger Ressourcennutzung und lokale wirtschaftliche Entwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Honduras
Politischer Träger: Secretaria de la Presidencia
Gesamtlaufzeit: Oktober 2004 bis November 2010

Ausgangssituation

Eine Ursache für wachsende Armut und eine sich verschlechternde Umweltsituation im ländlichen Raum ist fehlender geregelter und gesicherter Zugang der ländlichen Bevölkerung Honduras’ zu Land-, Wasser- und Waldressourcen. Mangelhafte Verarbeitung und fehlende Märkten für ländliche Produkte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Die ländliche Bevölkerung orientiert sich deshalb an kurzfristigen, nicht nachhaltigen Bewirtschaftungsformen, die zur Degradierung der natürlichen Ressourcen beitragen.

Auf politischer Ebene werden durch die schleppende Umsetzung legaler und institutioneller Reformen nur langsam Fortschritte erzielt. Ausgewählte Instrumente für mehr Transparenz und ein verstärkter Kampf gegen den illegalen Holzeinschlag müssen ihre Wirksamkeit erst beweisen. Das Delegieren von Verantwortung und Beteiligungsmöglichkeiten auf dezentraler Ebene hat zugenommen, dennoch fehlen vielfach Kapazitäten und Kenntnisse in den Gemeinden und bei den Zielgruppen, um die neuen Rollen verantwortungsvoll wahrzunehmen. Frauen sind in diesem Zusammenhang stark unterrepräsentiert.

Ziel

Die ländlichen Gemeinden in den Programmregionen können gemeinsam mit lokalen Akteuren die schonende, nachhaltige Bewirtschaftung von natürlichen Ressourcen sicherstellen.

Vorgehensweise

Das gemeinsame Projekt von GTZ und KfW Entwicklungsbank hat vier Komponenten:

  • Komponente 1 leistet „Politikberatung zu Umwelt- und Ressourcenmanagement“ auf nationaler Ebene.
  • Komponente 2, „Departement Olancho“, unterstützt nachhaltiges Ressourcenmanagement und lokale Wirtschaftsförderung der strategisch wichtigsten Waldregionen des Landes.
  • Komponente 3, „West-Honduras“, verfolgt ähnliche Zielsetzungen in der ärmsten Region des Landes.
  • Komponente 4, „Biosphärenreservat Río Plátano“, trägt zur Absicherung des größten und wichtigsten nationalen Schutzgebietes bei.

Themenschwerpunkte sind die Verankerung des nachhaltigen Ressourcenmanagements in die nationale Strategie zur Armutsreduzierung sowie die Begleitung von politischen Abstimmungsprozessen der unterschiedlichen Ressorts. In Zusammenarbeit mit anderen Gebern wird die Umsetzung des nationalen Programms im Forst- und Naturschutzsektor angestrebt. Eine mit der Regierung abgestimmte Unterstützung wird dadurch möglich. Maßnahmen zum Capacity Development und prozessbegleitende Beratung stellen dies sicher.

Die Unterstützung der Gemeinden bei den für sie neuen Aufgaben wie Umweltmanagement, nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und lokale wirtschaftliche Entwicklung steht dezentral im Mittelpunkt. Die Begleitung von Prozessen zur Beteiligung der Zielgruppen ist hier von besonderer Bedeutung. Auch die Zielgruppen werden bei der Umsetzung der Maßnahmen unterstützt.

Das Programm begleitet ausgewählte Partnerinstitutionen, wie das Umwelt-, das Landwirtschafts- und das Innenministerium sowie die Forst- und Naturschutzdirektion, bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien und Instrumente.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Angepasste Modelle zur partizipativen und nachhaltigen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen werden umgesetzt.

  • Das Modell der kommunitären Forstwirtschaft und die damit verbundene Übertragung von nationalen Waldgebieten an die in den Wäldern lebenden Bevölkerung wird umgesetzt.
  • Methoden zur Ausweisung und zum Management von Wasserschutzgebieten sind erprobt und werden auf einer Fläche von etwa 60.000 Hektar umgesetzt.
  • Die Kernzonen des Biosphärereservats Río Plátano und anderer Schutzgebiete sind abgesichert. In den Pufferzonen konnten nachhaltige, wirtschaftliche Produktivmaßnahmen eingeführt werden.
  • Vom Programm unterstützte Produktivmaßnahmen für Produkte wie Kaffee, Kakao und Holz haben positive Auswirkungen auf die Einkommenssituation der beteiligten Bevölkerung.

Um Good Governance zu fördern, konnten mehrere Instrumente eingeführt werden.

  • Die Forst- und Naturschutzdirektion hat ein unabhängiges Forstmonitoring in Auftrag gegeben und umsetzen lassen.
  • Modelle zum Komanagement von Schutzgebieten werden umgesetzt.
  • Planungsprozesse auf kommunaler Ebene zum Umwelt- und Ressourcenschutz sind zunehmend partizipativ und transparent.

Bei Geberkoordinierung und -harmonisierung zeichnen sich positive Effekte ab.

  • Die aktive Beteiligung der unterschiedlichen Geber an den Abstimmungsprozessen nimmt deutlich zu.
  • Die Partnerinstitutionen zur Umsetzung des nationalen Forstprogramms werden gemeinsam unterstützt.


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