Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Erhalt der Biodiversität und nachhaltige WaldbewirtschaftungProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Programm Erhalt der Biodiversität und nachhaltige Waldbewirtschaftung
AusgangssituationDer kongolesische Urwald ist eines der größten zusammenhängenden Tropenwaldgebiete in Afrika. Er besticht nicht nur durch die Artenvielfalt seiner Flora und Fauna. Er besitzt auch eine wichtige Funktion zur Stabilisierung des Weltklimas. Der auch als die „grüne Lunge“ in der Mitte Afrikas bezeichnete Wald ist aber von Raubbau, Jagd und Brandrodung bedroht. Ein Teil des Tropenwalds ist derzeit in Nationalparks unter Schutz gestellt. Die Parks haben aber durch kriegerische Auseinandersetzungen stark gelitten. Illegaler Holzeinschlag, Abbau von Rohstoffen wie Coltan, Brandrodung und Wilderei von Rebellen und regulärer Armee, aber auch von Anrainern, sind an der Tagesordnung. Derzeit verfügen aber das Umweltministerium und die Naturschutzbehörden weder über eine ausreichende institutionelle Basis noch über geeignete Konzepte zur Sicherung des Waldes und seiner Biodiversität. ZielDie für den Naturschutz in der DR Kongo zuständigen nationalen und dezentralen Institutionen nehmen ihre Rollen und Aufgaben zum Erhalt der Schutzgebiete und der Biodiversität besser wahr. VorgehensweiseIm Rahmen eines Multigeberprogramms leistet das Programm Beratung und Unterstützungsleistungen auf unterschiedlichen Ebenen. Regional wird die Eingliederung im Konvergenzplan der Zentralafrikanische Waldkommission (Commission des Forêts d'Afrique Central – COMIFAC) gefördert. Auf zentralstaatlicher Ebene unterstützt das Programm das Umweltministerium bei der Fortsetzung und Umsetzung der nationalen Umweltschutz- und Forstpolitik und berät die Naturschutzbehörde fachlich, organisatorisch und finanztechnisch. Das Programm ist in zwei Schutzgebieten tätig: im Okapi-Reservat und im Nationalpark Kahuzi Biega im Osten des Landes, wo die GIZ (bis Januar 2011 GTZ) seit 1986 die Verwaltung bei Parkbewirtschaftungs- und Managementfragen berät. Darüber hinaus unterstützt das Programm die Einführung von FSC-zertifizierten Holzkonzessionen aus nachhaltiger Forstwirtschaft (Forest Stewardship Council – FSC). Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie langjährige Unterstützung des Kahuzi.Biega-Parks hat bislang seinen Erhalt über die Krisenzeiten hinweg gesichert. Durch eine intensive Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung ist der Park heute anerkannt und akzeptiert. Trotz großer innenpolitischer und finanzieller Probleme konnte der Reformprozess in der Naturschutzbehörde eingeleitet werden. Fach- und Führungspersonal wurde ausgebildet und nimmt seine ihre Aufgaben besser wahr. Im Umweltministerium haben sich die Rahmenbedingungen deutlich verbessert. Über 600 Mitarbeiter wurden fortgebildet und 70 Forstingenieure sind mit Stipendien in Ausbildung. Gute Arbeitsbedingungen wurden für einen Teil der Mitarbeiter in Kinshasa geschaffen. Wichtige politische Prozesse, beispielsweise der Konvertierungsprozess der Holzkonzessionen oder die Ratifizierung des COMIFAC-Abkommens, konnten 2009 vorangetrieben werden.
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