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Aufbau eines Kennzeichnungsprogramms von elektronischen Haushaltsgeräten auf ihre Energieeffizienz (PPP)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Aufbau eines Kennzeichnungsprogramms von elektronischen Haushaltsgeräten auf ihre Energieeffizienz (PPP)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Indien
Partner: ThyssenKrupp Electrical Steel Ltd. (Indien)
Gesamtlaufzeit: Dezember 2004 bis Juni 2006

Ausgangssituation

Die Gesellschaft Indiens ist vornehmlich landwirtschaftlich geprägt, aber Industrialisierung und Urbanisierung nehmen zu. Der mit dieser Entwicklung einhergehende zusätzliche Bedarf an Energie ist stark an das Wirtschaftswachstum (von etwa acht Prozent) gekoppelt. Jede Erhöhung des indischen Bruttosozialprodukts um einen Prozentpunkt impliziert einen Anstieg des Energieverbrauchs um derzeit mindestens ein Prozent. Bisher kann die bundesstaatlich regulierte Stromerzeugung und -versorgung diesen Zusatzbedarf nicht decken. Besonders der Einsatz von elektronischen Geräten, hier vor allem Haushaltsgeräten, verbraucht einen Großteil der vorhandenen Energieressourcen. In diesem Bereich bestehen überproportional hohe Einsparpotenziale. Allerdings sind die Hersteller bisher weder dazu verpflichtet, den Energieverbrauch ihrer Produkte offenzulegen, noch energiesparende Geräte zu entwickeln. Entsprechende Erfahrungen sind daher kaum vorhanden.

Ziel

Ziel dieses PPP-Projektes ist ein marktorientiertes Kennzeichnungsprogramm für Haushaltsgeräte unter der Aufsicht des Bureau of Energy Efficiency, der für Energieeffizienz zuständigen nationalen Behörde. Durch die Kennzeichnungspflicht werden einerseits die Hersteller dazu veranlasst, energiesparende Geräte herzustellen, und andererseits die Verbraucher sensibilisiert, sparsam mit den vorhandenen Energieressourcen umzugehen.

Vorgehensweise

Zusammen mit dem Partner ThyssenKrupp Electrical Steel Ltd. wird eine Empfehlung für die Kennzeichnung elektrischer Geräte erarbeitet. Die Hersteller sollen letztendlich durch ein Energieeinspargesetz zu einer entsprechenden Kennzeichnung ihrer Produkte verpflichtet werden. Zusammen mit dem ICPCI (International Copper Promotion Council India) untersuchen die Projektpartner in einem ersten Schritt die am weitesten verbreiteten Geräte auf ihre Energieeffizienz. Anhand der Ergebnisse wird anschließend ihr Wirkungsgrad verglichen und bewertet. Gleichzeitig werden auch Möglichkeiten untersucht, durch Veränderungen an Design und Material den Stromverbrauch zu senken. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für den Aufbau eines noch festzulegenden gesetzlichen Minimumstandards. Mit der Messung der Energieeffizienz indischer Haushaltsgeräte, der Zusammenarbeit mit Herstellern und Verbraucherverbänden und der Veröffentlichung der Ergebnisse trägt das Projekt dazu bei, die Einführung gesetzliche Energiestandards in Indien zu beschleunigen.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Eine Studie informiert über die Organisation des Produktionszweigs, der Lieferkette und des Energieverbrauchs. Ferner beinhaltet die Studie Angaben zu den Energieeinsparungspotenzialen und den existierender Standards.

Des Weiteren wurden Tests zum Energieverbrauch durchgeführt und somit eine Bewertung von verschiedenen Produkten festgelegt. Auf der Grundlage der Empfehlungen von GTZ und ThyssenKrupp Electrical Steel Ltd. erfolgte bislang die Kennzeichnung von fünf verschiedenen elektrischen Geräten, die in der Industrie, der Landwirtschaft und in Haushalten eingesetzt werden.

Damit trägt das Projekt maßgeblich zur Einführung gesetzlicher Energiestandards in Indien bei.


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