Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.giz.de.
![]() |
|
Ansprechpartner |
Nachhaltiges Ressourcenmanagement und Förderung unternehmerischer KompetenzenProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Nachhaltiges Ressourcenmanagement und Förderung unternehmerischer Kompetenzen (MASRENACE)
Ausgangssituation
Natürliche Ressourcen wie Wasser, Boden, Wald und die Biodiversität sind die Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen der ländlichen Bevölkerung Nicaraguas. Das derzeitige Voranschreiten der Agrarfront durch land- und viehwirtschaftliche Nutzung, durch illegalen Holzeinschlag und Waldbrände führt zu einer massiven Umwandlung und Zerstörung des Waldes. Jährlich gehen in Nicaragua etwa 70.000 Hektar Waldflächen verloren. Im Jahr 2007 wurden durch Naturkatastrophen wie den Hurrikan Felix zusätzlich rund 500.000 Hektar Wald zerstört. Die waldreichsten Gebiete des Landes befinden sich im Nordosten. Dort leben die ärmsten Teile der Bevölkerung, unter ihnen auch die meisten indigenen Gemeinschaften. Die Ursachen für die wachsende Armut und den Verlust an Biodiversität und Wald im ländlichen Raum liegen im ungeregelten und ungesicherten Zugang der Bevölkerung zu Land und zu den Wald- und Wasserressourcen. Die Produktivität der Land- und Forstwirtschaft ist häufig niedrig, dazu kommen die mangelhafte Verarbeitung der Produkte und der fehlende Marktzugang. Die zentralistischen Verwaltungen und ihre dezentralen Strukturen arbeiten meist ineffizient, die Gemeindeverwaltungen sind mit der Wahrnehmung ihrer Aufgaben überfordert. Die ländliche Bevölkerung orientiert sich weitestgehend an traditionellen, kurzfristigen Bewirtschaftungsformen, die letztlich zur Zerstörung der natürlichen Ressourcen und der Biodiversität führen. Auch zukünftige Entwicklungspotenziale in der Region werden so eingeschränkt oder gar verhindert. ZielDie ländliche Bevölkerung, kommunale Verwaltungen und staatlichen Einrichtungen in ausgewählten Gemeinden und indigenen Territorien Nicaraguas bewirtschaften die natürlichen Ressourcen nachhaltig. VorgehensweiseDas Programm arbeitet mit folgenden Komponenten:
Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Forstwirtschaft wurden verbessert, die partizipativ entwickelte Forstpolitik (Gobernanza Forestal) ist heute eine nationale Priorität. Ein „Nationales Waldprogramm“ wurde abgestimmt und ein Finanzierungsmechanismus für nachhaltige Waldwirtschaft (FONADEFO) wurden geschaffen. Nicaragua ist Pilotland im REDD-Prozess (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) zur Reduktion von Emissionen aus der Entwaldung und Schädigung von Wäldern. Die Raumplanung ist als festes Element der strategischen Planung in Gemeinden und indigenen Territorien im Nationalen Raumordnungsgesetz verankert. Erste erfolgreiche Piloterfahrungen bei der nachhaltigen Raum- und Entwicklungsplanung und der Integration von umweltschonenden Ressourcenmanagementaktivitäten wurden gemacht. Wirtschaftliche Produktivmaßnahmen und Wertschöpfungsketten wurden entwickelt und erfolgreich eingeführt. Es gibt in Nicaragua heute 300 Hektar nachhaltig bewirtschaftete Kakaoanbaufläche und 4.700 Hektar zertifizierte Waldfläche. 24.000 Hektar Waldfläche befinden sich im Prozess der Zertifizierung durch FSC, Ökotourismus (Fincas Verdes) auf der Insel Ometepe.
Weiterführende Informationen
|
Verwandte ThemenGIZ-Weltweit |