Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Unterstützung der Umsetzung der multisektoralen HIV/Aids-StrategieProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Unterstützung der Umsetzung der multisektoralen HIV/Aids-Strategie
AusgangssituationMit 0,3 Prozent an HIV erkrankten Menschen (2007) gehört Madagaskar zu den am wenigsten von Aids betroffenen afrikanischen Ländern. Jedoch hat sich diese Rate seit 1999 bereits versiebenfacht. Begünstigt wird die Verbreitung durch die Armut der Bevölkerung, durch zu geringe oder fehlende Bildung und Aufklärung und somit fehlendem Zugang zu effektiven Schutzmaßnahmen gegen HIV. Fehlende Zukunftsaussichten führen besonders bei Jugendlichen zu größerer Risikobereitschaft und, zum Beispiel durch Prostitution, zu erhöhter Ansteckungsgefahr. Seit 1988 ist die HIV/Aids-Bekämpfung ein innenpolitischer Schwerpunkt der madagassischen Regierung. Für die landesweite Umsetzung fehlt es aber an konzeptionellen und technischen Kompetenzen und Leistungsfähigkeit. ZielDie HIV-Infektionsrate in hoch gefährdeten Gebieten und bei den besonders gefährdeten Zielgruppen, wie Jugendlichen, Sex-Arbeiterinnen und ihren Kunden sowie Wanderarbeitern, ist stabilisiert. VorgehensweiseDie GIZ berät im Auftrag des BMZ bei Konzeption, Management und Umsetzung nationaler Prioritäten in der Aids-Bekämpfung; sie unterstützt die Umsetzung in ausgewählten Distrikten und für ausgewählte Personengruppen. Die Erfahrungen vor Ort werden in die nationale Politikberatung weitergegeben. Um die unterschiedlichen Zielgruppen zu erreichen, wurden verschiedene Institutionen wie der Öffentliche Dienst, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen sowie andere Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und deren Mitarbeiter als Mittler für HIV-Bekämpfungsmaßnahmen in unterschiedlichen Zielgruppen gewonnen. Da die HIV-Verbreitung niedrig, der Risikofaktor jedoch hoch ist, steht breit angelegte Präventionsarbeit im Mittelpunkt. Sie umfasst neben Aufklärung auch Angebote wie Kondome, HIV-Tests, Beratungsdienste sowie Behandlung von Geschlechtskrankheiten, Aids-Begleitinfektionen und Aids. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDie GIZ hat die madagassische Regierung dabei unterstützt, eine nationale Politik zur Bekämpfung von HIV/Aids einzuführen und umzusetzen. Neue Instrumente wurden entwickelt, mit denen die Maßnahmen zu Prävention und Behandlung verfolgt und evaluiert werden können, sowie eine Kartographie der hoch gefährdeten Zonen erstellt werden kann. Das nationale HIV/Aids-Koordinierungsrat konnte die Koordination der technischen und finanziellen Partner verbessern. Integrierte Regionalpläne beschreiben Aktivitäten und Finanzquellen. Die GIZ arbeitet in verschiedenen Regionen Madagaskars (Menabe, Boeny und Antsinanana) zugunsten hochgefährdeter Personen. Besonders betroffen sind Sexarbeiterinnen und am Rande der Gesellschaft stehende Jugendliche mit sexuell übertragbaren Krankheiten in gefährdeten Regionen. Durch die verbesserte Betreuung von Menschen mit HIV/Aids werden die Risiken der weiteren Verbreitung gesenkt. Dreizehn Vereine der Zivilgesellschaft nutzen die technische und logistische Hilfe zur verbesserten psychologischen Betreuung für Menschen mit HIV/Aids. Die Vereine haben dazu beigetragen, dass Betroffene weniger diskriminiert und sozial rehabilitiert werden. Neun große Privatunternehmen wurden befähigt, einen eignen Aktionsplan zur Bekämpfung von HIV/Aids im Unternehmen aufzustellen und umzusetzen. Die sensibilisierten Beschäftigten verhalten sich verantwortungsbewusster, risikoreiche Praktiken sind rückläufig.
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