Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Entwicklung eines ländlichen FinanzsystemsProgrammkurzbeschreibung
Bezeichnung: Entwicklung eines ländlichen Finanzsystems
AusgangssituationTrotz der großen Anzahl an Banken und Kreditinstituten haben die meisten Inder, die auf dem Land leben und insbesondere die armen Bevölkerungsgruppen, nach wie vor keinen ausreichenden Zugang zu Finanzdienstleistungen. Unter den Armen sind ungefähr 100 Millionen Binnenmigranten, die praktisch keine Möglichkeit zur Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen haben, obwohl gerade sie darauf angewiesen sind, Geld überweisen zu können. Seit 2006 versucht die indische Regierung, dieses Problem mit verschiedenen Reformen in den Griff zu bekommen. Die Reformen zielen darauf ab, die bisher vernachlässigten ländlichen Regionen sowie die ärmeren Bevölkerungsschichten am Finanzwesen teilhaben zu lassen. Dabei verspricht man sich von der Reform des genossenschaftlichen Kreditwesens (Cooperative Credit Structures – CCS, Banken und Kreditgenossenschaften) einen besonders wichtigen Beitrag zur ländlichen Entwicklung und zur Minderung der Armut. Die indische Regierung hat die staatliche Entwicklungsbank NABARD mit der Umsetzung des Reformprogramms beauftragt und wird die NABARD wahrscheinlich auch mit der Überwachung der wachsenden Zahl der Mikrofinanzorganisationen (MFOen) betrauen. Das genossenschaftliche Kreditwesen und die MFOen umfassen etwa 100.000 Institutionen mit rund 150 Millionen Mitgliedern und Kunden. Diese bieten gute Voraussetzungen, um einen wesentlichen Beitrag zur Teilhabe der ländlichen Armen am Finanzwesen zu leisten. Allerdings wird das Wachstum ihrer Spareinlagen sowie des ausgereichten Kreditvolumens durch Schwächen im Management sowie durch ungenügende interne und externe Kontrollmechanismen gehemmt. Außerdem gibt es keine institutionelle Infrastruktur für Geldüberweisungen. ZielDie Anzahl der Kreditgenossenschaften, MFOen und anderen Institutionen, die Finanzdienstleistungen für arme Menschen auf dem Land anbieten, hat deutlich zugenommen, und sie erbringen qualitativ bessere Leistungen. VorgehensweiseZur Erreichung des Programmziels arbeitet die GIZ mit der Bank für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (National Bank for Agriculture and Rural Development – NABARD), dem wichtigsten Instrument der Regierung für die Entwicklung des ländlichen Finanzsektors, zusammen. Dabei leistet die GIZ technische Unterstützung, um die Kapazitäten der NABARD sowie der Finanzinstitutionen im ländlichen Raum und der Strukturen, auf die sich diese stützen, zu stärken und weiterzuentwickeln. Außerdem gewährt die GIZ der NABARD einen jährlichen Zuschuss zur Finanzierung von Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau. Die Maßnahmen des Programms sind mit der Asiatischen Entwicklungsbank, der Weltbank und der KfW Entwicklungsbank abgestimmt. Außerdem arbeitet das Programm mit relevanten deutschen Institutionen wie dem Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisen-Verband (DGRV) und der Akademie Deutscher Genossenschaften zusammen. In Zusammenarbeit mit entscheidenden Akteuren setzt die GIZ zurzeit vier Programmkomponenten um:
Wirkung – Was bisher erreicht wurdeDer NABARD ist es gelungen, 25 indische Bundesstaaten davon zu überzeugen, dass eine Beteiligung an der Reform des genossenschaftlichen Kreditwesens sinnvoll ist. Dadurch erreicht die Reform 96 Prozent der kreditgenossenschaftlichen Institutionen des Landes, sodass bis zu 121 Millionen Genossenschaftsmitglieder von der Reform profitieren könnten. Bislang wurden in Bezug auf die laufenden Reformen noch keine umfassenden Wirkungsstudien durchgeführt, da es noch zu früh ist, um die Wirkung der erst vor kurzem auf den Weg gebrachten Programmkomponenten zu messen. Allerdings können bereits jetzt verschiedene Erfolge verbucht werden:
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