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Broschüre zur Konferenz „Kunst. Kultur. Konflikt.“ erschienen

Dokumentation zur Konferenz „Kunst. Kultur. Konflikt.“

Kunst- und Kulturprojekte sind Türöffner für die Friedensförderung in Konfliktregionen. Damit Kulturarbeit in Krisen aber nachhaltig wirken kann, darf sie nicht nur einer kleinen Elite in den Hauptstädten zugänglich gemacht werden, sondern muss auch die Massen in den Provinzen erreichen. Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer der Konferenz „Kunst. Kultur. Konflikt.“, die Mitte Mai in Bonn stattfand. Jetzt ist eine Broschüre erschienen, die die Arbeit der Konferenz dokumentiert.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Arbeitsgruppe „Kultur und Entwicklung“, bestehend aus der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Deutschen Welle und dem Institut für Auslandsbeziehungen. Seit 2005 arbeitet die Gruppe daran, die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und die Entwicklungszusammenarbeit stärker zu verknüpfen.

Kultur kann Konflikte lösen
„Konflikte sind nicht grundsätzlich schlecht“, sagte GIZ-Vorstandsmitglied Jürgen Wilhelm. „Auch notwendige gesellschaftliche Veränderungen gehen häufig mit Konflikten einher.“ Dies zeigten die aktuellen Ereignisse in Nordafrika auf eindrückliche Weise. Die Frage sei, wie sich Konflikte gewaltfrei lösen ließen – und dabei könne Kultur eine wesentliche Rolle spielen.

Die Entwicklungszusammenarbeit hat Kultur schon lange als Methode für sich entdeckt: In Afghanistan beispielsweise unterstützt die GIZ die lokale Partnerorganisation „Foundation for Culture and Civil Society“ im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes. Theater, Musik und Kino mit friedensfördernden Inhalten ermöglichen es den Menschen, sich mit der Kriegsvergangenheit auseinanderzusetzen.

Gemeinsam stark
Im zweiten Teil der Konferenz diskutierten mehr als 200 Teilnehmer in Arbeitsgruppen verschiedene Aspekte von Kultur und Konflikt. Thematisiert wurde unter anderem, welche Rolle Medien und kulturelle Identität in Konflikten spielen und welche Bedeutung kultureller Bildung zukommt. Auch diese Ergebnisse sind in der Dokumentation festgehalten.

Randa Kourieh-Ranarivelo, die die Konferenz von Seiten der GIZ mitorganisiert hatte, betonte abschließend, wie wichtig es sei, dass die unterschiedlichen Akteure der Kultur- und Bildungsarbeit zusammenarbeiten: „Gemeinsam ist man stärker und hat größere Aussicht auf Erfolg.“

Jörn Leonhardt, Anna-Lisa Zug


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