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Cotton made in Africa (CmiA)Projektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Cotton made in Africa (CmiA)
AusgangssituationVier Prozent der globalen Baumwollproduktion kommen aus Afrika, dem viertgrößten Baumwollexporteur nach den USA, Indien und Usbekistan. In Benin und Burkina Faso beispielsweise machen die Einnahmen aus dem Baumwollexport 75 Prozent der landwirtschaftlichen Exporterlöse aus. 20 Millionen Menschen sind in Subsahara-Afrika vom Baumwollanbau abhängig, die meisten von ihnen leben in Kleinbauernfamilien. Sinkende Weltmarktpreise und massive Subventionen in Europa und den USA an die eigenen Baumwollerzeuger haben dazu geführt, dass die afrikanischen Produzenten vom Baumwollanbau allein nicht mehr leben können. Verspätete Zahlungen, Unzulängliche Arbeitsbedingungen und der unsachgemäße Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln belasten den Baumwollanbau in Subsahara-Afrika zusätzlich. Bisherige Ansätze zur Einführung von Öko- und Soziallabels führten nicht zur erhofften Breitenwirkung. ZielUnter dem Qualitätslabel CmiA (Cotton made in Africa CmiA) ist afrikanische Baumwolle bekannt und auf dem Massenmarkt verbreitet. Die Lebensbedingungen baumwollproduzierender Familien in Subsahara-Afrika sind verbessert. VorgehensweiseAuf Initiative von Dr. Michael Otto (Otto Gruppe) haben sich 2005 textile Einzelhändler, Institutionen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, in Afrika agierende Baumwollunternehmen sowie Nichtregierungsorganisationen zur Aid by Trade Foundation (AbTF) zusammengeschlossen und die Entwicklungspartnerschaft Cotton made in Africa (CmiA) als Träger initiiert. Die breite Allianz starker Partner will afrikanische Baumwolle mithilfe des Qualitätslabels CmiA aus der Anonymität führen und dem Massenmarkt zugänglich machen. Marktgängige umwelt- und sozialorientierte Mindeststandards sollen in der Baumwollproduktion eingeführt werden. Aufgrund verbesserter Anbaubedingungen sowie einer gesicherten Nachfrage soll zur nachhaltigen Entwicklung des Baumwollsektors in Subsahara-Afrika beigetragen werden. Langfristig sollen sich die Lebensbedingungen der baumwollproduzierenden Familien verbessern. Im Rahmen der CmiA-Initiative wurde ein Standard entwickelt, der soziale, ökologische und ökonomische Kriterien und Ziele beinhaltet Er gibt Minimalanforderungen für die Beteiligung an der Initiative vor, fordert und überprüft anhand seiner Nachhaltigkeitskriterien die kontinuierliche Verbesserung in den genannten Bereichen. Die Einhaltung der Kriterien wird regelmäßig extern überprüft. So soll ein Alleinstehungsmerkmal für CmiA geschaffen werden, um die Ware für Händler und Konsumenten attraktiv zu machen. Die Bäuerinnen und Bauern werden durch Schulungen in guten landwirtschaftlichen Praktiken befähigt, ihre Produktionskosten zu reduzieren und ihre Produktivität nachhaltig zu erhöhen. Gleichzeitig wird die Kooperation zwischen Erzeugern und Abnehmern gestärkt. Die Aid by Trade Foundation (AbTF) hat weltweit in Zusammenarbeit mit renommierten Spinnerei- und Webereibetrieben eine zuverlässige Angebotskette aufgebaut. Eine verstärkte Nachfrage nach afrikanischer Baumwolle und eine effiziente, transparente, internationale Wertschöpfungskette spielen eine entscheidende Rolle, um CmiA eine angemessene Marktposition zu verschaffen. Die Förderung der im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft mit der Wirtschaft entwickelten Standards wird im Rahmen der Competitive African Cotton Initiative (COMPACI) fortgeführt. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeIm Rahmen von CmiA wurden Bäuerinnen und Bauern in drei Pilotprojekten in Benin, Burkina Faso und Sambia in der Baumwollproduktion nach dem CmiA-Standard geschult. Bisher arbeitet CmiA mit 140.000 Bäuerinnen und Bauern zusammen. Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Baumwollproduktion konnten erhöht werden. In drei Pilotprojekten in Benin, Burkina Faso und Sambia wurden Produzentinnen und Produzenten nach dem CmiA-Standard geschult. Durch verbesserte Anbautechniken konnten Bäuerinnen und Bauern in Sambia ihre Erträge um bis zu 40 Prozent steigern. In Benin konnten die Einkommen vor allem durch Senkung der Produktionskosten um 20 Prozent erhöht werden. Die Bäuerinnen und Bauern werden für die Baumwolle innerhalb von ein bis fünf Tagen bezahlt und müssen nicht mehr Monate auf ihre Bezahlung warten. Durch den gezielten Einsatz von Pestiziden ist die Baumwollproduktion ökologisch verträglicher geworden. Die Bodenfruchtbarkeit der Baumwollfelder konnte in Burkina Faso durch die Verwendung von Kompost, ergänzt durch Maßnahmen zur Erosionsminderung, verbessert werden, was wiederum zu höheren Baumwollerträgen führte. Geht man von einer durchschnittlichen Familiengröße von acht bis zehn Personen aus, dann verbesserte das Projekt die Lebensbedingungen für 1,2 Millionen Menschen in Benin, Burkina Faso und Sambia. Die Nachfrageallianz von CmiA umfasst inzwischen 20 Handelspartner, wie Tchibo GmbH, REWE, Otto Group. 2010 sind 10 Millionen Teile aus CmiA verkauft worden. Competitive African Cotton Initiative (COMPACI) Download
Weiterführende Informationen
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