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Frau Evelyn Heinze
E-Mail: develoPPP@giz.de

Mitverwertung von Abfällen bei der Zementherstellung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Mitverwertung von Abfällen bei der Zementherstellung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Überregional, verschiedene Länder in Asien, Lateinamerika und Nordafrika (u.a. Mexiko, Chile, Marokko, Philippinen)
Partner: Holcim AG
Gesamtlaufzeit: 2005 bis 2009

Ausgangssituation

In Entwicklungs- und Schwellenländern fehlen häufig adäquate Entsorgungsmöglichkeiten für Sonder- und Siedlungsabfälle. So werden etwa Abfälle wie Altöl, Autoreifen oder Plastik auf illegalen Müllkippen abgelagert oder verbrannt, mitunter sogar als Brennstoff in Backöfen. Die Verbrennung bei niedrigen Temperaturen setzt Gifte wie Dioxin oder Furan frei – ein ernstes Umwelt- und Gesundheitsproblem.

Holcim, zweitgrößter Zementhersteller der Welt, schreitet beispielhaft voran bei der Nutzung solcher Abfälle als Energielieferant für die Zementproduktion. Die Verbrennung unter den sehr hohen Temperaturen im Zementwerk – genannt Co-Processing – bietet eine umweltfreundliche Entsorgungsmöglichkeit für Sonder- und Siedlungsabfälle.

Ziel

Die GTZ und der private Partner Holcim verbessern das Abfallmanagement in ausgewählten Ländern Asiens, Lateinamerikas und Nordafrikas. Die Zementindustrie nutzt Sonderabfall zunehmend als Ersatzbrennstoff. In einer vorherigen Entwicklungspartnerschaft mit demselben privaten Partner wurden Richtlinien für umweltfreundliches Co-Processing erarbeitet, die dann international bekannt gemacht und umgesetzt werden.

Vorgehensweise

Die Strategische Allianz regte in allen beteiligten Ländern Dialoge zwischen staatlichen Stellen, Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft an. Die sogenannten Stakeholder-Dialoge tragen dazu bei, das Verständnis für Co-Processing zu vertiefen und dessen Umsetzung zu fördern. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz hat die Allianz ein Trainings-Kit erstellt, das die Vorteile, aber auch die Risiken des Co-Processing anschaulich verdeutlicht. Relevante Stakeholder, wie z.B. Umweltbehörden, werden anhand von praxisnahen Schulungen dazu befähigt, Co-Processing in Zementwerken zu genehmigen und zu überwachen

Marokko, Südafrika, Indonesien, Chile, El Salvador und die Philippinen haben Richtlinien zum Co-Processing umgesetzt oder arbeiten daran. In allen Zementwerken des privaten Partners Holcim sind die Richtlinien jetzt verbindlich. Das Abfallmanagement in Chile, El Salvador, Indonesien, den Philippinen und Marokko hat sich durch die Umsetzung der Richtlinien zum Co-Processing verbessert, wie begleitende Studien zeigen.

Zur Kooperation wurde eine Webseite eingerichtet, auf der die Erfahrungen mit Co-Processing und einer verbesserten Ressourcennutzung bei der Zementherstellung weltweit zugänglich gemacht werden.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Die von Holcim und der GTZ erarbeiteten Richtlinien zum Co-Processing von Abfällen bei der Zementherstellung werden inzwischen in zahlreichen Entwicklungs- und Schwellenländern angewendet. Zu diesem Zweck wurden die Richtlinien aus dem Englischen in sieben weitere Sprachen übersetzt. Das Sekretariat der „Basler Konvention über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle“ stützte sich darauf, um eine weltweit verbindliche Richtlinie zu entwerfen. Diese soll 2011 zur Abstimmung gestellt werden.

Weiterführende Informationen


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