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Integriertes Abfallmanagement in der Gemeinde Altamira

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Integriertes Abfallmanagement in der Gemeinde Altamira, Tamaulipas
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Mexiko
Partner: BASF, Terminal of Liquefied Natural Gas of Altamira (TLA), Gemeinde Altamira
Gesamtlaufzeit: 2006 bis 2010

Ausgangssituation

Mexiko: PPP Abfallwirtschaft Altamira, Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen den PPP-Partnern. © GTZ

Die Gemeinde Altamira im Süden des Bundestaates Tamaulipas ist neben den Städten Tampico und Ciudad Madero eines der wichtigsten wirtschaftlichen Zentren der Region. In den drei Orten lebt auf nur 2 Prozent der Fläche des Bundesstaates beinahe ein Viertel seiner Bevölkerung.

Ende 2004 trat in Mexiko eine Norm des integrierten Abfallmanagement in Kraft, die auch den Umgang mit Hausmüll auf Gemeindeebene regelt, und der bislang aber nur wenige Gemeinden in vollen Umfang gerecht werden. Auch in Altamira mangelt es noch an den notwendigen Erfahrungen und Kenntnissen bei der Sammlung und dem Transport von Hausabfällen sowie deren Verarbeitung und Endlagerung. Allerdings verfügt die Gemeinde bereits über eine Deponie zur Endlagerung von Abfällen, die mit den Vorschriften übereinstimmt. 

Ziel

Die Gemeinde Altamira setzt einen Abfallwirtschaftsplan um, der die Trennung und sachgemäβe Ensorgung von Abfällen, die Stärkung der institutionellen Strukturen der Gemeinde sowie die Bürgerbeteiligung im Abfallmanagement fördert.

Vorgehensweise

Das PPP ist in drei Phasen unterteilt. In der ersten Phase (2006-2007) wurde mit Unterstützung der GTZ der Abfallwirtschaftsplan der Gemeinde entwickelt. Das Dokument enthält eine detalierte Beschreibung der gegenwärtigen Situation des Abfallmanagements in Altamira, eine Bewertung von kritischen Faktoren sowie die Betrachtung von kurz-, mittel- und langfristigen Strategien, um den Plan umzusetzen.

Die zweite Phase (2007-2008) begann mit einem Pilotprojekt zur Abfalltrennung und -sammlung in ausgewählten Stadtteilen von Altamira. Zur gleichen Zeit konnte mit TLA, einem Joint Venture zwischen Shell, Total und Mitsui, ein zweiter Partner aus der Privatwirtschaft gewonnen werden. Im Dezember 2008 begann die dritte Phase (bis 2010), in deren Mittelpunkt die Entwicklung der noch fehlenden Infrastruktur für eine sachgemäβe Abfallentsorgung und die Ausweitung der Mülltrennung auf die gesamte Gemeinde steht. Außerdem werden Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit des Projekts ergriffen, wie zum Beispiel die Stärkung der institutionellen Strukturen der Gemeinde im Bereich Abfallmanagement. Gefördert wird in diesem Zusammenhang auch die Beteiligung der Bürger, und das nicht nur im Rahmen der Mülltrennung auf Haushaltsebene, sondern auch durch ihre Aufnahme in eine Follow-up Kommission.

Die Partner des PPP leisten folgende Beiträge zur Umsetzung des Abfallwirtschaftsplans von Altamira: 

  • Die GTZ stellt Experten im urbanen Abfallwirtschaftsmanagement zur Verfügung, die für die Beratung und Ausbildung von Fachkräften auf Gemeindeebene zuständig sind. Außerdem ist die GTZ für das Backstopping des Gesamtprojekts verantwortlich. Für das Design der Kompostierungsanlage wurde von der GTZ eine Consultingfirma unter Vertrag genommen
  • BASF und TLA finanzieren die Kompostierungsanlage sowie eine Sensibilisierungskampagne zum Thema Abfalltrennung, Recylcing und Entsorgung, die sich an die Bevölkerung von Altamira richtet. Außerdem kommt BASF für die Kosten eines Entwurfs der geplanten Müllsammelstelle auf.
  • Die Gemeinde Altamira koordiniert die Aktivitäten vor Ort. Dazu zählen die Auswahl des Grundstücks für die Kompostierungsanlage, die Beaufsichtigung der Bauarbeiten, die Vorbereitung und Durchführung der Planungs- und Ausbildungsaktivitäten, die Umsetzung der Sensibilisierungskampagne und die Einführung der Mülltrennung auf Gemeindeebene.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Die Gemeinde Altamira hat einen Abfallwirtschaftsplan und die Mülltrennung eingeführt, ihr Abfallmanagement verbessert und die institutionellen Strukturen in diesem Bereich gestärkt. Zudem wurde eine Kompostierungsanlage gebaut und eine Müllsammelstelle entworfen. Außerdem wurde die Bevölkerung zu den Themen Abfalltrennung, Recycling und Entsorgung sensibilisert und ihre Beteiligung an politischen Entscheidungen in diesem Bereich erhöht.


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