Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Mit „Waldaktien“ und „Klimawürfeln“ zu mehr Umweltbewusstsein in Bosnien-HerzegowinaAuf der ITB zeigen Mecklenburg-Vorpommern und die GTZ, wie sich gute Ideen zu nachhaltigem Tourismus in andere Länder exportieren lassen. Auf der internationalen Tourismusbörse fiel der Startschuss: zukünftig können auch Touristen in Bosnien-Herzegowina „Waldaktien“ und „Klimawürfel“ kaufen und dadurch zum Klimaschutz in ihrem Land beitragen. In einem vom BMZ beauftragten Projekt überträgt die GTZ damit eine Idee aus Mecklenburg-Vorpommern nach Südosteuropa. Am 12. März stellten der Minister des Ministeriums für Umwelt und Tourismus der Föderation in Bosnien-Herzegowina, Dr. Nevenko Herceg, politische Vertreter aus Mecklenburg-Vorpommern und Experten der GTZ das Projekt auf der ITB vor. In das Klima investieren und das Umweltbewusstsein stärken: dies ist die Grundidee hinter der Waldaktie. Bereits seit Jahren erwerben Ostseetouristen über die Aktie symbolisch ein Stück Wald und gleichen damit den durch ihre Reise verursachten CO2 Ausstoß aus. Auch der Klimawürfel, ein handtellergroßer Holzwürfel, vermittelt die Zusammenhänge zwischen Umweltschutz und CO2-Reduktion. Künftig tragen die beiden Erfolgsprodukte auch in Bosnien-Herzegowina zu nachhaltigem Tourismus bei. Minister Herceg betonte, dass er sich den internationalen Vereinbarungen von Kyoto und Kopenhagen verpflichtet fühlt und bedankte sich für die Hilfe der GTZ bei der Erarbeitung einer Strategie zur nachhaltigen Tourismusentwicklung in der Mittelgebirgsregion Vlašić. Dort werden zunächst 1,4 ha Fläche aufgeforstet - weitere Flächen sind in Planung. Mit den Erlösen aus der Waldaktie entstehen naturnahe Wälder mit Lern- und Erlebnispfaden. Damit ist der erste Schritt getan, um den wachsenden Tourismussektor langfristig nachhaltig zu gestalten. Auch zukünftig unterstützt die GTZ dieses Vorhaben in der Pilotregion. Um die Zusammenarbeit zu besiegeln, unterzeichneten der mecklenburgische Staatssekretär Karl Otto Kreer und Minister Herceg eine Vereinbarung über touristische Klimaschutzwälder und tauschten Klimawürfel in ihren jeweiligen Landessprachen aus.
(v.l.n.r.:Dr. Karl Otto Kreer, mecklenburgischer Staatssekretär des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz; Dr. Nevenko Herceg, Minister für Umwelt und Tourismus der Föderation Bosnien-Herzegowina; Christian Kaufhold Projektleiter des Vorhabens „Lokale und regionale Wirtschaftsförderung in Bosnien-Herzegowina“; Eike Otto, Berater für nachhaltige Tourismusentwicklung im Vorhaben; Tomislav Lukic, Berater des Ministers für Umwelt und Tourismus der Föderation Bosnien-Herzegowina) |
Aus der Praxis |