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Geringerer CO2-Ausstoß durch optimierte Wasserversorgung

Public Private Partnership zum Betrieb effizienter Wasserpumpen in Jordanien

Die Wasserversorgung in Jordanien ist keine leichte Aufgabe. Aus dem unterhalb des Meeresspiegels liegenden Jordantal muss das lebensnotwendige Nass zu den Verbrauchern befördert werden – meist bis in Städte in über 1000 Metern Höhe. Die eingesetzten Pumpen sind häufig veraltet, was die jordanische Wasserbehörde zu einem der größten Stromverbraucher des Landes macht. Sie nutzt jährlich 14 Prozent der gesamten Produktion des Landes. Da Jordanien Elektrizität fast ausschließlich aus fossilen Brennstoffen gewinnt, steht die Wasserversorgung in Konflikt mit dem wichtigen Klimaziel, Treibhausgase zu reduzieren.

Noch versorgen marode Pumpen die hoch gelegenen Teile Jordanien mit Wasser (Quelle: GTZ)

Als Teil der internationalen Klimaschutzinitiative testet die GTZ in einem vom Bundesministerium für Umwelt (BMU) finanzierten Vorhaben in drei jordanischen Gouvernements, wie das Wasser durch stromsparende Pumpen effizienter verteilt werden kann. Der bessere Betrieb und die Wartung der technischen Anlagen durch private Spezialunternehmen sollen außerdem dazu führen, dass sie länger energieeffizient arbeiten. „Wir erwarten, dass durch das Projekt fast 15.000 Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden können“, erklärt Stefan Mager, der die Koordination vom BMU finanzierter Projekte unterstützt. Ziel ist es, dass die Wasserbehörde landesweit auf moderne Pumpsysteme und verbesserten Betrieb umrüstet.

Nach und nach soll die Behörde mit Hilfe eines speziellen Betreibermodells, dem so genannten Einsparcontracting, die Kosten für die Modernisierung und Instandhaltung selbst tragen. Als erstes Pilotprojekt haben der deutsche Pumpenhersteller WILO, die jordanische Wasserbehörde und die GTZ eine Public Private Partnership Maßnahme abgeschlossen. „Das Prinzip ist, dass das Unternehmen die Pumpen zunächst kostenlos zur Verfügung stellt. Die Wasserbehörde spart durch ihren Betrieb erhebliche Stromkosten ein, die sie dann so lange an das deutsche Unternehmen abführt, bis die Pumpen bezahlt sind. So profitieren beide Seiten“, führt Dieter Rothenberger, Leiter des Projektes in Jordanien, aus. Und der Umwelt ist durch die effizienten Pumpen schon von Beginn an geholfen.


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