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Frau Jenny Bluhm
E-Mail: jenny.bluhm@giz.de

Deutsch-Ukrainische Partnerschaftsinitiative zur Bekämpfung von HIV/AIDS

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Deutsch-Ukrainische Partnerschaftsinitiative zur Bekämpfung von HIV/AIDS
Auftraggeber: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Land: Ukraine
Gesamtlaufzeit: 2008 bis 2010

Ausgangssituation

Die Ukraine ist das Land mit der höchsten HIV-Infektionsrate in Europa. Mehr als ein Prozent der Bevölkerung ist bereits mit dem HI-Virus infiziert. Unter den 15- bis 49-Jährigen sind es nach aktuellen Schätzungen des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen zu HIV/Aids (Joint United Nations Programme on HIV/AIDS – UNAIDS) sogar noch mehr. Viele der Betroffenen wissen gar nicht von ihrer Infektion. Diejenigen, die davon wissen, bekommen nur selten Beratung und umfassende Behandlung. Unwissenheit und Unsicherheit sind groß und erkrankte Personen werden oftmals von der Gesellschaft ausgeschlossen.

Aufbauend auf der erfolgreichen Kooperation im Bereich HIV/Aids während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 und verschiedener Twinning- und Grant-Projekte hat die GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) Anfang 2008 die „Deutsch-ukrainische Partnerschaftsinitiative zur Bekämpfung von HIV/Aids“ gestartet.

Ziel

Zugang und Qualität der Dienstleistungen bei Prävention, Tests, Behandlung, Pflege und Folgenlinderung von HIV/Aids sind verbessert. Vorurteile und damit auch die Ausgrenzung aus der Gesellschaft, die häufig mit einer Infizierung einhergeht, sind reduziert.

Vorgehensweise

Förderschwerpunkte des Projekts sind Prävention, Diagnostik und Behandlung, Evaluierung sowie zivilgesellschaftliche Kooperationen. Die regionalen Schwerpunkte liegen in der Westukraine und in der Region Donetsk.

Eine langfristige Zusammenarbeit und kontinuierlichen Austausch zwischen deutschen und ukrainischen Akteuren sowie Experten für HIV/AIDS zu etablieren, ist das zentrale Anliegen des Projekts. Regionale Akteure und internationale Interessenvertreter sollen einbezogen werden. Fachkräfte und Multiplikatoren werden speziell geschult sowie Beratungs- und Begleitungseinrichtungen für Risikogruppen wie kommerzielle Sex-Arbeiterinnen und Männer, die Sex mit Männern haben, gezielt gefördert.

Die GTZ berät das ukrainische Gesundheitsministerium dabei, eine nationale Kampagne zur HIV/AIDS-Bekämpfung zu entwickeln. Eine dafür einberufene Arbeitsgruppe besuchte im August 2009 während einer einwöchigen Studienreise die Deutsche AIDS-Hilfe, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Deutsche AIDS-Stiftung in Berlin und Köln. Schwerpunkte des regen Erfahrungsaustausches waren Fundraising, Kampagnendesign sowie Monitoring und Evaluierung. Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2009 wird die landesweite Aufklärungskampagne der ukrainischen Öffentlichkeit präsentiert.

Das Projekt steht in direktem Zusammenhang mit zwei vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragten Projekten: „Gesundheitsreform und Aids-Prävention“ und „HIV/AIDS Bekämpfung in Osteuropa“.

Weiterführende Informationen


Aktuelles

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