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Bundeskanzlerin Merkel besucht Jugendfußballprojekt in Südafrika

Weit weg von der großen Politik: Angela Merkel genießt ihren Besuch im Jugendfußballprojekt Südafrika. Foto: GTZ/YDF

Eigentlich ist Angela Merkel nach Südafrika gekommen, um der deutschen Fußball-Nationalmannschaft die Daumen zu drücken. Nach einem Meinungsaustausch mit dem südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma blieb am 3. Juli 2010 aber auch noch Zeit für einen Besuch in einem Projekt zur Jugendentwicklung durch Fußball (“Youth Development through Football“), das die GTZ im Auftrag der Bundesregierung und der Europäischen Union in Südafrika und neun anderen afrikanischen Ländern durchführt.

Kulisse für den Besuch der Kanzlerin und von Abgeordneten des Deutschen Bundestages ist das Township Khayelitsha, auf halber Strecke zwischen dem Flughafen und der ‚Mutterstadt‘ Kapstadt gelegen. Hier unterstützt Deutschland über die KfW Entwicklungsbank mit 15,5 Millionen Euro ein Gewaltpräventions-Programm, das die Sicherheit der Township-Bewohner durch gezielte Stadtplanung verbessert und Gewalt verringert.

Gewaltprävention ist auch einer der Schwerpunkte des Jugendfußball-Projekts der GTZ. „Das ist ein sehr interessantes Projekt“, Angela Merkel ist beeindruckt, als Projektleiter Gerald Guskowski erläutert, wie die Jugendlichen über das Fußballspiel lernen, Konflikte mit anderen Mitteln als mit Gewalt zu lösen. „Trainer spielen dabei eine herausragende Rolle. Wir bilden sie zu Sozialarbeitern aus und Sozialarbeiter zu Trainern“, sagt sein Kollege Henning Schick und stellt der Kanzlerin das Handbuch vor, das er dafür federführend entwickelt hat. Ob der Projekt Ansatz erfolgreich ist, kann keiner besser beurteilen, als die Jugendlichen selbst. Und so sitzt Angela Merkel denn entspannt und gut gelaunt mitten im Township Khayelitsha auf einem Fußball-Kissen im Kreis der Mädchenfußballmannschaft der NGO Soccer4Hope, einem südafrikanischen Partner des Projektes,und hört ihren Geschichten zu. Dass die deutsche Nationalelf wenige Stunden später im Stadion von Kapstadt Argentinien mit 4:0 besiegen wird, weiß sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.


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