Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH bündelt seit dem 1. Januar 2011 die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen von DED, GTZ und Inwent. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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Tsunami-Frühwarnsystem für IndonesienProjektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Tsunami-Frühwarnsystem für Indonesien: Stärkung der lokalen Organisation zu Warnung und Katastrophenschutz
Ausgangssituation
Am 26. Dezember 2004 löste ein schweres Erdbeben vor der Küste Sumatras einen Tsunami aus, der die Küsten rund um den Indischen Ozean überrollte. Das Ausmaß der Katastrophe war gewaltig: Über 230.000 Menschen starben und weitere 2,8 Millionen Menschen verloren ihr Zuhause. Obwohl das Beben von Messstationen überall auf der Welt erfasst wurde, war es nicht möglich, die Menschen in der betroffenen Region rechtzeitig zu warnen, geschweige denn zu evakuieren. Die Anrainerstaaten des Indischen Ozeans leben in einer Region, in der ständig eine hohe Erdbeben- und Tsunamigefahr besteht. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) leisten deshalb deutsche Forschungseinrichtungen, unter Federführung des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ), gemeinsam mit den indonesischen Partnern einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems. Ein Frühwarnsystem ist allerdings nur dann wirkungsvoll, wenn die verantwortlichen Organisationen und Menschen in der Lage sind, technische Signale in Schutzmaßnahmen umzusetzen. ZielAllgemeingültige Verfahren und Mechanismen stehen zur Verfügung, um im Falle von Naturkatastrophen Warnungen schnell zu verbreiten und, wenn nötig, Evakuierungen in den betroffenen Gebieten einzuleiten und erfolgreich durchzuführen. VorgehensweiseDie GTZ beteiligt sich am Aufbau des Tsunami-Frühwarnsystems mit Maßnahmen zur umfassenden Entwicklung und Stärkung der Strukturen und Fähigkeiten der Partner (Capacity Development), damit sie im Fall einer Tsunami-Warnung effektiv reagieren und die Menschen in den betroffenen Regionen in Sicherheit bringen können. Dabei wird auf Maßnahmen der Not- und Übergangshilfe nach dem Tsunami in Indonesien aufgebaut. Seit Mitte 2006 wird das Programm in drei Pilotgebieten umgesetzt. In einem kontinuierlichen Beratungsprozess entwickelt und testet die GTZ gemeinsam mit ihren Partnern Standardverfahren zur Entscheidungsfindung bei Katastrophenalarm, Prozesse und Technologien zur Verbreitung der Warnmeldung sowie Evakuierungspläne. Die in den Pilotregionen gewonnenen Erkenntnisse sollen in nationale Regelungen einfließen. Außerdem unterstützt die GTZ die indonesischen Behörden bei einer breit angelegten Öffentlichkeitskampagne. Das Programm fördert sowohl die Ausarbeitung von lokalen Katastrophenschutzplänen als auch die Stärkung von dezentralen Katastrophenschutzstrukturen. Fortbildungen für lokale Entscheidungsträger in gefährdeten Gebieten werden ebenfalls durchgeführt. Wirkung – Was bisher erreicht wurdeMit dem Frühwarnsystem ist der technische und organisatorisch-funktionale Grundstein gelegt sowie eine Warnkette eingerichtet, um den Gefahren, die von Erdbeben und Tsunamis ausgehen, begegnen zu können. Im Test haben die entwickelten Verfahren ihre Wirksamkeit bewiesen: In einer der Partnergemeinden wurde eine groß angelegte Simulationsübung durchgeführt und dokumentiert. Sie gilt derzeit als wichtiges Vorzeigebeispiel. Die Erfahrungen aus den Pilotgebieten wurden in Handreichungen, Erfahrungsberichten und Policy-Papieren aufgearbeitet. Diese Materialien werden bei den nationalen Partnern, aber auch im internationalen Kontext als praxiserprobte Referenz anerkannt und aktiv angewandt. Seit Januar 2009 werden die Ergebnisse und Erfahrungen aus den Pilotgebieten auf weitere tsunamigefährdete Regionen übertragen. Weiterführende Informationen
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